Die Naturschutzstation Pobershau - Ein Haus für die Natur im Herzen des Erzgebirges unter fachlicher Leitung des Fördervereins Natura Miriquidica e.V.
1. Tradition
Die Naturschutzstation Pobershau, Mitte der 1990er Jahre gegründet, bereichert den Eingang des Tals der Schwarzen Pockau, eines der reizvollsten Felsentäler des Erzgebirges. Das Tal mit dem Naturschutzgebiet „Schwarzwassertal“ und den FFH-Gebieten „Tal der Schwarzen Pockau“, „Mothäuser Heide“ sowie „Bergwiesen um Rübenau, Kühnhaide und Satzung“ kennzeichnen Höhen zwischen 540 und 740 Meter über dem Meeresspiegel mit einzigartigen Gegebenheiten des Naturraums der mittelerzgebirgischen Kammlagen.
In unmittelbarer Nähe zur Station befinden sich mehrere Kleinbiotope, ein Sinnes- und Naturerlebnispfad sowie markante Aussichtspunkte. Das Gebäude selbst ist mit einem Vortrags- und Ausstellungsraum, einer Imbissgaststätte sowie Büros zahlreicher Initiativen aus dem Natur- und Umweltschutzbereich ausgestattet:
Besuchern bietet sich die Naturschutzstation für Tagungen, Seminare, Fachgruppenabende, Ausstellungen u.a. an. Wesentliche Elemente der Öffentlichkeitsarbeit der Station sind Vorträge, Diskussionsforen, Seminare, Aktionstage, Natur-Radtouren, biologische Wanderungen, Naturerlebniswanderungen für Schüler, Ferienfreizeitprogramme, Kräuterspaziergänge sowie Ausstellungen zu botanischen, ökologischen und regionalspezifischen Themen.
Das Haus steht zudem insbesondere den ehrenamtlichen Naturschutzhelfern sowie im Naturschutz aktiven Verbänden und Initiativen des Mittleren Erzgebirges als Anlaufpunkt zur Verfügung.
2. Zukunfts-Anspruch
Eine Besonderheit bildet die Lage der Station am stark von einheimischen Besuchern sowie Touristen frequentierten Schwarzwassertal. Daher bildet eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit für den Natur- und Umweltschutz im Erzgebirge sowie für die Einzigartigkeit der Lebensräume den Arbeitsschwerpunkt der Naturschutzstation. Basierend auf dieser Leitfunktion fungiert die Naturschutzstation als Anlaufpunkt für alle am Schutz der Natur interessierten Bürger und bietet eine umfassende Beratung und Anleitung zur praktischen Naturschutzarbeit und zum Naturerleben. Langfristiges Ziel ist die generationenübergreifende Akzeptanz für die Durchsetzung von Naturschutzzielen durch Verständnis und aktives, eigenverantwortliches Handeln.
Vor diesem Hintergrund erarbeitet die Naturschutzstation ein vielfältiges Umwelt-Bildungsprogramm, das die Begegnung von Menschen mit der Natur fördert und somit zu einem erhöhten Natur- und Nachhaltigkeitsverständnis beiträgt. Gleichzeitig wird durch bewusstes Erleben der heimischen Flora und Fauna die Identifikation der lokalen Bevölkerung mit ihrer erzgebirgischen Heimatregion stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt und eine emotionale Bindung zu den sensiblen und damit schutzwürdigen Naturräumen des Erzgebirges aufgebaut.
Die Koordination und Durchführung der Landschaftspflege im Mittleren Erzgebirge sowie die Initiierung und Durchführung von Naturschutzprojekten zur Sicherung, Pflege und Revitalisierung der natürlichen Lebensgrundlagen für die hier heimischen Arten bleibt weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Station. Die enge Partnerschaft aller in der Naturschutzstation ansässigen Verbände ermöglicht eine fruchtbare Zusammenarbeit. Synergien erwachsen hieraus v.a. in der Projektarbeit durch die integrative Herangehensweise an interdisziplinäre Problemstellungen (ganzheitlicher Ansatz). Vom gemeinsamen Auftreten profitieren vor allem die Besucher der Station, die somit alle Verbände als Einheit wahrnehmen und sich selbst davon überzeugen können, in der Naturschutzstation bei allen Fragen einen kompetenten Vor-Ort-Ansprechpartner zu finden.
Bedingt durch die unmittelbare Nähe zur tschechischen Grenze liegt ein besonderer Schwerpunkt der Naturschutzarbeit in der Station auf dem grenzübergreifenden Engagement im Natur- und Umweltschutz sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wird die Idee nachhaltiger Entwicklung in Kooperationen zu tschechischen Initiativen auf diesen Gebieten umgesetzt. Langfristig wird die Naturschutzstation zu einem modernen, zweisprachigen Zentrum für Natur- und Umweltinformation der Region im Sinne einer Umweltakademie entwickelt und dabei so stark wie möglich für Besucher zugänglich gemacht.
3. Angebotspakete
Das Profil der Naturschutzstation wird anknüpfend an die Tradition des Hauses erarbeitet und auf die speziellen Erfordernisse einer modernen Öffentlichkeits-, Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit unter dem Aspekt eines stärkeren europäischen Zusammenwachsens abgestimmt. Die Tätigkeitsbereiche der Naturschutzstation konzentrieren sich somit auf 3 Hauptsäulen, deren Tragfähigkeit im wesentlichen von der effektiven Bündelung und Kanalisierung aller unter einem Dach vorhandenen fachlichen Ressourcen bestimmt wird. Die Naturschutzstation versteht sich hierbei gleichermaßen als Begegnungsstätte, als ein Bindeglied zwischen behördlicher und ehrenamtlicher Naturschutzarbeit sowie als Dienstleister.
I. Öffentlichkeitsarbeit:
2. Landschaftspflege und Naturschutz
3. Grenzübergreifendes Engagement
Die Naturschutzstation engagiert sich in grenzüberschreitenden Netzwerken und koordiniert auf der Grundlage ihrer Fach- und Methodenkompetenz die Arbeit von Schulen und Vereinen auf dem europaweiten Umweltbildungssektor (z.B. Koordinationszentrum im trinationalen Netzwerk Umweltbildung)
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